1950 - 1973
- Pfr. Augustin Steinbauer
Errichtung des Kindergartens, Erwerb und Umgestaltung des "Häringkellers" zum Pfarr- und Jugendheim Osterberghaus. Restauration und Renovation von Kriegerkapelle, Kirche und Kirchenvorhalle. Erweiterung des Kindergartens für 295.703 DM. Das 250-jährige Bestehen der Dreifaltigkeitskirche wird gefeiert. Der Bergfriedhof wird erweitert und so zur größten Begräbnisstätte der Stadt. Eine neue Orgel kommt und die Pfarrei feiert 50-jähriges Jubiläum.
Am 1.1.1950 aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt wird Augustin Steinbauer Pfarrer in Steinweg.
Am 19.3. ist ein feierliches Einführungsamt, am 26.3.1950 findet die offizielle Installation des Pfarrers durch Dompfarrer Erhardsberger statt.
1951 wird der untere Steinweger Friedhof um 4100 m² nach Westen erweitert. Dabei wird das Steinweger Leichenhaus an der Westgrenze des Friedhofs abgerissen und an dieser Stelle das große Eisenkreuz errichtet.
Errichtung Kindergarten und neues Pfarrheim Osterberghaus
1952/53 wird der Kindergartens in der Drehergasse nach Plänen des Architekten Hanns Beckers errichtet. Am 3. Adventssonntag 1952 wurde der Kindergarten von Erzbischof Michael Buchberger eingeweiht. An der Innenausstattung hatte der Kunstmaler Fritz Wurmdobler großen Anteil. 1953 wurden die Außenanlagen ausgeführt.
1955/57 wird der “Häringkeller” erworben und zum Pfarrheim ausgebaut. Am 14.7.1957 wird das Pfarr- und Jugendheim Osterberghaus von Erzbischof Michael Buchberger eingeweiht.
Der Saal fasst rund 300 Personen und hat eine Bühne. Daneben sind mehrere Zimmer für Vereins- und Gruppenarbeit sowie ein gemütliches Gastlokal vorhanden.
Oberbürgermeister Herrmann würdigte den Opfersinn der Pfarrei. Es wurden 34.000 Mark ab Spenden gesammelt und für 9.000 Mark Arbeitseinsatz erbracht.
Restauration und Renovation von Kriegerkapelle und Kirche
1958 wird die Kriegerkapelle restauriert. Am 16.11. (Volkstrauertag) feierte Domkapitular Augustin Küffner einen feierlichen Gottesdienst und ein Libera. Studienrat Zettler für die Pfarrei Steinweg und der Vorsitzende des Kriegervereins Haubner legten Kränze nieder.
Mit Hilfe der Stadt Regensburg und von Spendern aus Steinweg wurden in der Kapelle vier Steintafeln mit den Namen der Vermissten und Gefallenen des Krieges 1939/45 angebracht. Unter Mitwirkung des Kriegervereins wird dann alljährlich am Volkstrauertag eine Gefallenengedenkfeier durchgeführt.
1960/65 wird die Kirche renoviert. Der Tarnanstrich aus dem 2. Weltkrieg wird entfernt. Im Neubau erstellt Karl Manninger 1962/63 ein Deckengemälde mit einer Szene aus der Geheimen Offenbarung.
Die Kirche wird „stilistisch bereinigt“ und einiges entfernt. So wird die Kanzel in die Kirche Sallern transferiert. Lediglich der heilige Michael auf dem Kanzeldeckel bleibt im Presbyterium der Kirche.
1963 Die Kirche erhält eine Heizung. Bei den Grabungsarbeiten stößt man links neben dem Haupteingang unter dem Epitaph auf das Grab von Michael Schlecht.
Freiwilliges Geldopfer am Dreifaltigkeitsfest für die Restaurierung der Vorhalle
1964 wird das Dreifaltigkeitsfest am 24.5. groß gefeiert. Gottesdienste sind um 6.30 Uhr,7.30 Uhr, 8.30 Uhr (levitiertes Hochamt), 10.00 Uhr und 11.00 Uhr. Gelöbnisandacht der Dreifaltigkeitsbruderschaft um 14.30 Uhr, anschließend stille Anbetung bis zur Abendandacht um 19.30 Uhr.
Das freiwillige Geldopfer wird verwendet für die Restaurierung der Vorhalle und des Treppenaufgangs zur Vorhalle (Kostenvoranschlag 16.000 DM)
Erweiterung des Kindergartens
1965 wird der Kindergarten in der Drehergasse um 4 Gruppenzimmer erweitert. Die Kosten betragen 295.703 DM. Am 11.12. wird der Erweiterungsbau von Prälat Anton Kuffner geweiht. Im Neubau stehen 4 Gruppenzimmer und 5 Toiletten zur Verfügung, in der Baracke 2 Gruppenzimmer und 3 Toiletten. Ferner gibt es einen Turnsaal, 2 Schlafräume und ein Kasperlzimmer.
250 Jahre Dreifaltigkeitskirche
Am 13. Juni 1965 wird das 250-jährige Bestehen der Dreifaltigkeitskirche gefeiert. Das Pontifikalamt hält Bischof Rudolf Graber. Dazu gibt es noch Messen um 6.30 Uhr, 7.30 Uhr, 10 Uhr und 11 Uhr. Beim Festabend im Osterberghaus hält Franz Xaver Hiltl einen Vortrag über „Die schwarze Macht des Todes über Regensburg“. Es wird auch ein „Osterbergspiel“ von Rosemarie Menschik aufgeführt. Für den musikalischen Rahmen sorgen der Kirchenchor, der Sängerkranz Steinweg und ein Streichquartett des Heeresmusikkorps Regensburg.
Erweiterung des Friedhofs
1967 erweitert die Stadt Regensburg den Friedhof. Der „Bergfriedhof“ mit Krematorium wird zur größten Begräbnisstätte Regensburgs. Das alte Leichenhaus wird abgebrochen. Heute umfasst der Bergfriedhof 6000 Gräber und eine Fläche von ca. 9 ha.
Neue Orgel nur aus Spenden finanziert
Am 5.4. 1968 wird die neue Orgel eingeweiht (Kosten 134.446,27 DM vollständigdurch Spenden finanziert), gebaut von E. F. Walcker, Ludwigsburg. Disposition und Leitung Eberhard Kraus. Weihe durch Professor Georg Engelhardt.
Den musikalischen Rahmen schufen der verstärkte Kirchenchor unter der Leitung von Josef Kohlhäufl und Domorganist Eberhard Kraus an der neuen Orgel.
Fronleichnamsprozession erstmals auf dem Dreifaltigkeitsberg
Ab ca.1970 wird die Fronleichnamsprozession wegen des zunehmenden Verkehrs nicht mehr in den Straßen von Steinweg geführt, sondern als Rundgang von der Kirche zum Haupteingang Friedhof aber weiterhin mit vier Altären.
50 Jahre Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit
Vom 19. 5 bis 28.5.1972 wird das 50-jährige Jubiläum der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit gefeiert. Höhepunkt ist ein Hochamt am Dreifaltigkeitssonntag mit Professor Dr. Johann Auer und der Krönungsmesse von W. A. Mozart mit Chor und Orchester des Stadttheaters.
Am Abend findet ein Pfarrfamilienabend statt mit Vortrag von Msgr. Franz Hiltl mit dem Thema „Der Weg Steinwegs durch die Jahrhunderte“ und Dia-Vortrag von Franz X. Zettler über die Pfarrgeschichte.